HEINZ TRÖKES
1913 - 1997 


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Herzlich willkommen auf den Seiten des Malers

BIOGRAPHIE

Renée und Heinz Trökes
Berlin-Tiergarten, 1947

Trökes und Kuru auf Ceylon, 1958

Trökes und Georg Muche am Helioclichographen, 1966

Trökes, ca. 1983

Heinz Trökes im Atelier Nollendorfstr. Berlin 1946

Heinz Trökes (stehend)

Itten-Schule, Krefeld, ca.1934

Jochen Severin, Renée und

Heinz Trökes, Ibiza 1953

Biographie als PDFbiographie_files/H.Troekes.Biographie.pdf

1913 Am 15. August in Hamborn/Rhein (heute zu Duisburg zählend) geboren.

1930 Reise nach Holland und Luxemburg.

1932-1933 Besuch der Kunstgewerbeschule in Krefeld.

1932 Radtour durch die Schweiz, Italien, Frankreich und Luxemburg.

1933 Abitur

1933-36 Schüler von Johannes Itten in Krefeld.

1934 Dreimonatige Reise mit dem Fahrrad durch Italien. Besuch der Kunststätten in Florenz, Rom, Neapel, Palermo und Venedig.

1936-39 Als Maler in Augsburg. Lebensunterhalt durch Textilentwürfe bei J.P. Bemberg.

1937 In Paris Begegnung mit Wassily Kandinsky.

1938 Erste Einzelausstellung in der Berliner Galerie Nierendorf, die auf Veranlassung der Nazis geschlossen wird. Danach Ausschluß aus der Reichskulturkammer mit Ausstellungs- und Arbeitsverbot bis 1945. Reisen nach Wien, Budapest, Jugoslawien und Italien.

1939 Übersiedlung nach Zürich, um von dort nach Holländisch-Indien (Indonesien) auszuwandern, was durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unmöglich wird. Rückkehr nach Deutschland.

1940 Studium bei Georg Muche (Meisterklasse) in Krefeld.

1940 Als einfacher Soldat bei der Flugabwehr in Berlin. In der Freizeit Besuch der Kunstschule von Max Dungert, Berlin. August 1944 desertiert und illegal in Berlin gelebt.

1945-1946 Mitbegründer der Berliner Galerie Gerd Rosen, der ersten privaten Kunstgalerie nach dem Krieg in Deutschland. Bis 1946 deren künstlerischer Leiter. Mehrere kunsthistorische Aufsätze, darunter ' Moderne Kunst in Deutschland', 'Der Surrealismus' (in: Das Kunstwerk, 1. Jg.,1946/47, H.8/9) und 'Moderne Kunst und Zeitbewusstsein' (in: Bildende Kunst, 2. Jg., 1948,H.3).

1946-1948 Kosmonautische Bilder wie 'Die Mondkanone', 'Terrain der Kosmologen', 'Sphärische Kontraste' und 'Zwei Welten'.

1947 Februar, Neukonstituierung des Deutschen Künstlerbundes; Vorstand: Karl Hofer, Karl Schmidt-Rotluff, Ernst Fritsch, Heinz Fuchs, Heinz Trökes, Gustav Seitz, Renée Sintenis, Richard Scheibe, Hans Uhlmann.

1947 Ruf an die Staatliche Hochschule für Baukunst und bildende Künste in Weimar (gemeinsam mit Mac Zimmermann). Nach einem Semester Beendigung der Lehrtätigkeit. Beteiligung an der Ausstellung 'L`Art Allemand Moderne - Deutsche Kunst der Gegenwart', Baden-Baden.

1948 Mitglied der Neuen Gruppe, München und der Gruppe Zone 5, Berlin.

1948-1949 Während der Blockade von Berlin Aufenthalt in Rodenbach bei Neuwied am Rhein, danach wieder in Berlin.

1949 Heirat mit Renata Severin. Gründungsmitglied der Berliner Neuen Gruppe. Artikel in der Zeitschrift 'Les Temps Modernes', Paris (Dir. Jean Paul Sartre) über 'La peinture et le public en Allemagne. L`Inflation d`expositions et le scandale qu`elles provoquent'. Einzelausstellung im Kaiser-Wilhelm-Museum, Krefeld. Beteiligung an der Ausstellung 'Kunst in Deutschland 1930-1949', Zürich.

1950-51 Preisträger beim Blevin-Davis-Wettbe-werb, München. Aufenthalt in Paris. Freundschaft mit Wols und Paul Celan. Anschluß an die Rixes-Gruppe mit Matta, Serpan, Riopelle, Zañartu u.a.. Teilnahme an dem wöchentlichen Jour Fixe um André Breton (Perét, Duchamp, Toyen, Ernst, Tamayo, Hérold).

1952 Anfang des Jahres Auswanderung nach Ibiza/Spanien, wo zahlreiche Inselbilder, oft topographischen Charakters, entstehen. Preisträger beim Hallmark-Wettbewerb, New York. Einzelausstellung in der Galerie Jeanne Boucher, Paris.

1953 Einzelausstellungen im Museum von der Heydt, Wuppertal, und im Städtischen Museum, Braunschweig. Beteiligung an der Biennale in São Paulo.

1954 Geburt des Sohnes Jan Manuel. Reisen von Ibiza nach Zürich, Berlin, Paris und Barcelona. Ausstellungsbeteiligung: 'duitse kunst na 1945', Amsterdam, Stedelijk-Museum.

1955 Kritikerpreis für Bildende Kunst.
Beteiligung an der I. documenta, Kassel. Lehrangebote der Kunsthochschulen und -akademien in Berlin, Karlsruhe, Zürich, Stuttgart und Frankfurt, die er aber nicht annimmt.
Reisen von Ibiza nach Madrid, Alicante und Toledo. Einzelausstellungen im Städtischen Kunstmuseum, Duisburg und in der Galerie Buchholz, Madrid.

1956 Kunstpreis der Stadt Berlin.
Reisen von Ibiza nach Andalusien und Marokko. Einzelausstellungen im Haus am Waldsee, Berlin und im Kunstverein Hamburg.

1956-1958 Leiter der Abteilung für Freie Graphik der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Hamburg.

1957 Mosaik auf der Triennale in Mailand.

1958 Dreimonatige Reise nach Ceylon und Besuch von Kairo, Djibouti, Aden und Bombay. Auf einer Gummiplantage entstehen Aquarelle für den Band 'Singhalesische Miniaturen'. Teilnahme an der Biennale in Venedig. Glasfenster auf der Interbau im Hansaviertel, Berlin. Rückkehr nach Ibiza.

1959-1960 Ein Jahr auf der Insel Aegina in Griechenland. Nach der starken Farbigkeit der Pariser und Ibiza-Jahre entstehen im differenzierten Licht Griechenlands und noch bis 1966 stille Bilder in reduzierten und athmosphärischen Farben. Häufig in Athen, Reisen nach Kreta, Rhodos, auf den Peleponnes und nach Istanbul.

1959 Teilnahme an der II. documenta, Kassel.

1960-1961 Über Berlin, Wameln (Radierungen 'Wamelner Folge), Paris, Barcelona zurück nach Ibiza. Drei Teppich-entwürfe, Ausführung durch die Firma Anker-Teppiche, Düren.

1961 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin.

1962-1965 In wechselndem Turnus Ibiza und Stuttgart. Lehrtätigkeit an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste, Stuttgart.

1964 Ausgedehnte Reisen durch Lateinamerika: Curaçao, Caracas, Peru, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Panama, Guatemala, Mexiko und New York. Im Anschluss daran entsteht der Bildband „Eldorado". Karl-Ströher-Preis der 1. Internationale der Zeichnung, Darmstadt. Einzelausstellung im Museo de Bellas Artes, Caracas.

Teilnahme an der III. documenta, Kassel.

1965 Ruf an die Hochschule für bildende Künste, Berlin (heute UDK). Professur/Leiter der Klasse für Freie Malerei. Seit dem wieder in Berlin lebend und auch auf Ibiza.
Kirchenfenster in Leonberg bei Stuttgart. Reise durch Nord- und Südspanien, nach Madrid und Marokko. Einzelausstellungen in den Kunstvereinen von Pforzheim, Mannheim und Oldenburg.

1966 Experimente mit Georg Muche an einem Helioclichographen in Kassel, um elektrisch gesteuerte Drucke herzustellen. Reise nach Portugal. Ablösung der stillen Bilder durch starkfarbige mit folkloristischen Elementen.

Einzelausstellung im Museu de Arte Moderna (MAM), Rio de Janeiro.

1967 Reise nach Argentinien, Brasilien und Senegal. Einzelausstellung im Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg.

1968 LSD-Malversuche mit Dr. Hartmann, München. Ehrenmitglied der Accademia Internazionale 'Tommaso Campanella di Lettere-Arti-Scienze', Rom. Einzelausstellung im Landes-museum Oldenburg.

1968-1970 64-farbige Illuminationen zur achtbändigen Gesamtausgabe 'Crébillon'.

1969 Reisen nach Kuba und Dänemark. Einzelausstellung im Kunstverein Mannheim.

1970 Reisen nach Äthiopien, Ankara und Anatolien.

1971 Ablösung der vielfarbigen und oft großformatigen Bilder durch zweifarbige, kleinere Formate. Zweite Äthiopien-Reise und zweite Südamerika-Reise: Bolivien, Peru, Panama, Honduras, Guatemala, Mexiko.

1972 Seminar für freie Malerei an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg. Reisen nach Tunesien, Algerien, Zentral-Sahara.

1973 Schwarzweiß-Collagen und Chinatuschen, mehrere Skizzenbücher. Einzelausstellung im Landesmuseum Oldenburg.

1974 Viermonatige Asien-Reise: Ceylon, Burma, Thailand, Malaysia, Indonesien, Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan, Iran.

1975 Reisen in die Schweiz, nach Frankreich, Portugal und Spanien.

1976 Vier Monate auf Weltreise: Israel, Thailand, Bali, Australien, Süd-Pazifik, Chile, Argentinien.

1977 Vorträge im Tel-Aviv-Museum und im Israel-Museum in Jerusalem über 'Kunst in Deutschland unter Hitler und danach'. Reise in den Süd-Jemen und zu den Lehmhochhäusern im Wadi Hadramaut.

1978 Werden vier Gobelins in der Fränkischen Gobelin-Manufaktur nach Motiven der Mappe ' Karneval in ... ' gewebt. Farbgebung eines 17-stöckigen Wohnblocks in Berlin-Schöneberg. Beendigung der Lehrtätigkeit an der Hochschule der Künste Berlin. Ägypten-Reise.

1979 Reisen nach Zypern und Kreta. Einzelausstellungen in der Akademie der Künste, Berlin, und im Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg.

1983 Einzelausstellung in der Nationalgalerie Berlin.

1993 Am 15. August wird Heinz Trökes die Mercatorplakette für besondere Verdienste um die Stadt Duisburg von Josef Krings, dem Oberbürgermeister der Stadt, verliehen.

1997 sterben am 1. April Renée und am 22. April Heinz Trökes in Berlin, wo beide seit 1979 ständig lebten.



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